Ein Mantel mit vier Ärmeln, ein Kleid wie ein Schlangengrube, Anzüge, bedruckt mit nackter Haut oder Ziegelsteinen – das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zeigt Mode, die vor allem performativ und nicht immer tragbar ist.
Alexander Rodtschenko (1891–1956) gehörte zu den treibenden Kräften der russischen Avantgarde. In seinen Werken – Gemälden, Collagen, Photomontagen, Photographien, Skulpturen, Werbedesign und Typographie – brachte er die dynamische Umgestaltung der Gesellschaft in den ersten Jahren nach der Oktoberrevolution ins Bild: die Gestaltung einer neuen Zeit.
Katharine Harvey, zweifellos längst Teil Kanada’s führender zeitgenössischer Kunstszene, präsentiert mit ihrer Ausstellung „Carousel“ in der Galerie Borchardt neue Arbeiten ihres facettenreichen Gesamtwerkes.
Khesins geheimnisvolle Bilder aus eingefärbtem Silikon oszillieren kühn und selbstbewusst zwischen den Impressionisten, den amerikanischen Farbfeldmalern und Lichtkünstlern der Nachkriegsmoderne. Er changiert zwischen Monet und Rothko, als gelte es, diese Hohepriester des Lichtspiels und der Farbfeldmalerei zu ehren und zugleich herauszufordern.
1970 noch ein Geheimtipp in der österreichischen Kunstszene, zählt Maria Lassnig (*1919, Kärnten) heute weltweit neben Frida Kahlo oder Louise Bourgeois zu den bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Die Ausnahmekünstlerin war nicht nur zweimalige Documenta-Teilnehmerin (1982 und 1997), 1980 Vertreterin Österreichs auf der Biennale von Venedig, sondern auch die erste Professorin für Malerei im deutschsprachigen Raum.
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) richtet in einem Flügel des Hauses eine groß angelegte Design-Ausstellung mit rund 600 Exponaten auf über 1000 Quadratmetern ein. Ergänzt wird die neu eingerichtete Design-Ausstellung durch zwei einmalige Period Rooms: Aus dem Ensemble der berühmten SPIEGEL-Kantine, die Verner Panton 1969 für die SPIEGEL-Verlagsgruppe einrichtete ...
Nicht nur das Ende der Philosophie, auch das Ende der Malerei wurde in der Vergangenheit mehrfach – entweder bedauernd oder befreiend – ausgerufen. Nader Ahriman verbindet beides und setzt sich damit bewusst ab: Er „malt“ Philosophie.
Was ist Geschmack? Wer bestimmt, was gut oder schlecht, schön oder hässlich ist? Unternehmen geben Milliarden aus, um herauszufinden, welches Produkt den Nerv der Zeit trifft. Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Suche, welche Areale im Gehirn für die Geschmacksbildung verantwortlich sind. Und wir? Wir diskutieren über Geschmack, obwohl sich darüber bekanntlich nicht streiten lässt.
Grundsätzlich ironisch ist Kummers Umgang mit Stoff und Gestalt. In seinen Arbeiten kehren die sechziger und frühen siebziger Jahre als Kindertraum aus der DDR-Provinz wieder.
John Bock lernte zuerst Betriebswirtschaft, bevor er bis 1997 an der Hochschule für bildende Künste bei Franz Erhard Walther studierte. Schon während dieser Zeit entwickelte er die Form der Lecture-Performance, die sein Werk bis heute prägt. Diese, mit dem vielleicht irreführenden Begriff „Vortag“ bezeichneten Aktionen, verbinden Dada und absurdes Theater, Groteske mit Selbstironie und beziehen das Publikum immer direkt mit ein.
Was mag die Zukunft bringen? Seit jeher ein faszinierendes unlösbares Rätsel? Ein Ort auf den sich Träume und Wünsche richten und der Fantasie entfacht. Möglichkeiten erscheinen am Horizont. Im Bann der Zeit unterliegt alles permanentem Wandel. Da heißt es unterwegs nicht die Orientierung zu verlieren. Fiktion, Zukunftsvisionen, Utopien und Ideale bilden fern gelegene Fixpunkte, die abstrakt sind wie Mathematik.
Die Ausstellung der Hamburger Kunsthalle zeigt ein beeindruckendes Werkkonvolut aus der eigenen Sammlung, das vor allem in den 60er und 70er Jahren entstanden ist. Nicht zuletzt durch die über 30jährige Lehrtätigkeit Walthers an der Hochschule der bildenden Künste in Hamburg, haben einige der Arbeiten einen direkten Bezug zur Stadt.
Die Kunst des Porträts: Der in der Nordheide lebende Fotograf Thomas Müller beherrscht sie: „Seine Arbeiten – seien es Photographien von Günter Grass, Bill Gates, Gerhard Schröder, Placido Domingo oder Luciano Benetton – finden sich in renommierten Blättern wie dem „stern“, dem „Spiegel“ oder dem „Magazin der Süddeutschen Zeitung“, aber auch auf zahlreichen CDs als Cover.
Wenn ein Künstler nach einem mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt in Kalifornien in den norddeutschen Winter zurückkehrt, kann man sich Vieles vorstellen, aber wohl kaum, dass die Wärme, Sonne und Leichtigkeit des kalifornischen Lebens keinerlei Spuren in dessen Werk hinterlassen würden.
Paul Klees Engel gehören zu den beliebtesten Werken des Künstlers. Sie sprechen nicht nur Kunstliebhaber an, sondern haben auch als poetische Lebenshelfer eine hohe Popularität gewonnen. Als geflügelte Mischwesen – halb Mensch, halb Himmelsbote – bilden sie eine Übergangsform zwischen irdischer und überirdischer Existenz, die dem aktuellen Bedürfnis nach Spiritualität entgegen kommt.
Ab September vereinnahmt eine raumgreifende Installation des Künstlers den 50 Meter langen Ausstellungsraum der Galerie Borchardt. Im Rahmen der aktuellen Gemeinschaftsausstellung von Galerie Borchardt und BN Architekten treten Architektur und Kunst abermals in einen sinnvollen Zusammenhang.
Der amerikanische Soziologe Richard Sennett hat das Scheitern einmal als das große Tabu der Moderne bezeichnet. Erfolg und Karriere, Leistung und Gewinnmaximierung sind in unserer heutigen Gesellschaft mehr denn je gefragt. Für Niederlagen, Misserfolg, Verlust, Ernüchterung und Desillusionierung bleibt wenig Raum. Doch ist das Scheitern nur Misslingen?
Die neue Dauerausstellung erzählt in sechs großen Kapiteln vom Aufbruch in die Moderne, dem Aufbrechen ästhetischer Traditionen und der Suche nach Einfachheit und Funktionalität. Die Besucher erwartet in renovierten Räumen eine neue Präsentation, die Möbel, Kunsthandwerk, Produktdesign, Fotografie und Mode zu einem großen Ganzen zusammenbringt und den Geist der Zeit wieder lebendig werden lässt.
Am 31. August eröffnete das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg seine hochkarätigen Sammlungen Antike und Renaissance in einer völlig neuen Präsentation. Über 1000 Kunstwerke sind endlich wieder für Besucher zugänglich. Die Renaissance-Sammlung war aufgrund langjähriger Sanierungsarbeiten seit dem Frühjahr 2006 vollständig geschlossen, die Sammlung Antike war in den letzten zwei Jahren nur noch teilweise zu sehen.
Die seit 1999 in den Sommermonaten stattfindende NordArt gehört zu den größten jährlichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa. Die NordArt ist eine jurierte Ausstellung, die als Gesamtkunstwerk jährlich neu konzipiert wird.